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Kultur ist etwas, was jeder Mensch beeinflussen und mit gestalten
kann. Und Kultur ist etwas, das jeden Bürger angeht.
Dieser Meinung waren auch die Gründungsmitglieder des Kasseler
Kultur Forums, als sie dieses im Jahr 1998 ins Leben riefen.
Ziel des Vereins ist es, kulturellen Aktivitäten und
Veranstaltungen in und um Kassel herum einen Raum zu geben, die
keine oder nur geringe öffentliche Förderung erfahren. Damit
bietet er unbekannteren Schaffenden aus Kunst und Kultur die
Möglichkeit eines Sprungbrettes in eine größere Öffentlichkeit.
Dabei beschränkt sich die Förderung des Kasseler Kultur Forum e.
V. keineswegs auf ein bestimmte Sparte.
Ob ein deutsch-türkischer Liederabend, Ausstellungen von Malerei
und Keramik oder die Aufarbeitung der Geschichte eines Klosters,
immer wählt das Kasseler Kultur Forum e. V. Projekte, die
inhaltlich überzeugen und das volle Engagement der Künstler
erkennen lassen.
Darüber hinaus gewährt das Forum seinen Mitgliedern drei Mal
jährlich im Kasseler
Kultur Salon Einblick in die Prozesse künstlerischen und
kulturellen Schaffens.
A K T U E L L E S
Spiel, Klezmer, spiel ...
Konzert zum Jahrestag
der Zerstörung der Kasseler Synagoge
Über 400
Zuschauer setzten Zeichen gegen das Vergessen
Am Sonntag, den 7.11.2010
gedachten in einem Konzert in der Valentin-Traudt-Schule
über 400 Kasseler der Zerstörung der Kasseler Synagoge
durch die Nazis am 7. November 1938. Zwei Tage vor der
reichsweiten Pogromnacht bildeten diese Ereignisse den
Auftakt für die Zerstörung des europäischen Judentums,
seiner Kultur und seiner Geschichte.
Zum 72. Jahrestag
veranstalteten die Katholische und die Evangelische
Kirche, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit, die Gedenkstätte Breitenau sowie die
Evangelische Philippus-Kirchengemeinde Kassel und der
Rothenditmolder Verein artisan gemeinsam ein
Klezmer-Konzert. Mit dem Gebet "El male rachamim"
erinnerte Rabbiner Shlomo Freyshist an die Vernichtung
der europäischen Juden.
Der
Schweizer Komponist und Klezmer-Forscher François
Lilienfeld dirigierte das KlezPO, das
Klezmer-Projektorchester Göttingen, und nahm das
Publikum in seiner Moderation mit auf eine Reise in die
jüdische Kultur. Mit dem Konzert machten Lilienfeld und
das Orchester ein Stück jüdische Kultur in unserer Stadt
hörbar und erlebbar und setzten auf unkonventionelle
Weise ein Zeichen gegen das Vergessen. Die positive
Resonanz auf die Veranstaltung machte deutlich, wie
wichtig das Erinnern und Gedenken an diesen Tag ist.
Programmheft
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Das Publikum bei der Gedenkveranstaltung in der
Valentin-Traudt-Schule. Foto: S. Kemna |

Dr G Richter, OB B Hilgen, RP Dr. W Lübcke und Francois
Lilienfeld.jpg: Dr. Gunnar Richter, Leiter der
Gedenkstätte Breitenau; Regierungspräsident des
Regierungspräsidiums Kassel Dr. Walter Lübcke;
Klezmer-Forscher und Dirigent Francois Lilienfeld. Foto:
S. Kemna |
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| Das KlezPO,
das Klezmer-Projektorchester Göttingen, mit Francois
Lilienfeld. Foto: S. Kemna |
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